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Eisvogelschutz in Niedersachsen
Eisvogelschutz in Niedersachsen
Das Projekt
Der Bestand des Eisvogels (Alcedo atthis) wird in Europa als stark rückläufig eingestuft. Besonders in Niedersachsen haben wir aufgrund aktueller Daten einen Rückgang der Bestände zu verzeichnen. Der Eisvogel ist gemäß Paragraph 10 Abs. 2 Nr. 5 und Nr. 11 BNatSchG eine in der BRD streng geschützte Art.
Der Bestand des Eisvogels (Alcedo atthis) wird in Europa als stark rückläufig eingestuft. Besonders in Niedersachsen haben wir aufgrund aktueller Daten einen Rückgang der Bestände zu verzeichnen. Der Eisvogel ist gemäß Paragraph 10 Abs. 2 Nr. 5 und Nr. 11 BNatSchG eine in der BRD streng geschützte Art.
Neben den natürlichen Gefährdungsfaktoren wie der Winterstrenge sind für den Eisvogel die Eutrophierung und Verschmutzung der Gewässer ebenso wie der Ausbau und die Kanalisierung von Fließgewässern problematisch. Durch diese wasserbaulichen Maßnahmen kommt es auch heute noch immer wieder zur Beseitigung von Steilufern, die der natürliche Brutplatz des Eisvogels sind. Der Brutplatzmangel kann durch eine Erste-Hilfe-Maßnahme aufgefangen werden, nämlich dadurch, dass man dem Eisvogel künstliche Nistgelegenheiten zur Verfügung stellt, die er auch sehr gut annimmt. Im Rahmen eines Modellprojektes der NABU Umweltpyramide Bremervörde wurden hierzu Erfahrungen gesammelt, die nun für dieses landesweite Artenschutzprojekt genutzt werden sollen. Das Projekt wird von der Niedersächsischen Lottostiftung und der Niedersächsischen Umweltstiftung gefördert.
100 Niststationen für Niedersachsen
Niedersachsenweit sollen 100 Niststationen an 50 Standorten aufgestellt werden. Durch die Aufstellung von je zwei Stationen pro Standort haben die Vögel eine Auswahl und können Schachtelbruten, also mehrere Bruten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, durchführen. Für die Konstruktion haben wir die Bezeichnung "Niststation" gewählt, da es sich nicht um die bisher üblichen künstlichen Nistwände mit eingelassenen fertigen Brutröhren handelt. Vielmehr wird dem Vogel ein Lehmquader auf einem Holz- oder Steingrundgerüst angeboten, in das er seine Bruthöhle selber graben kann. Die Konstruktion ist marder- und rattensicher. Auch der Hochwasserschutz ist berücksichtigt.
100 Niststationen für Niedersachsen
Niedersachsenweit sollen 100 Niststationen an 50 Standorten aufgestellt werden. Durch die Aufstellung von je zwei Stationen pro Standort haben die Vögel eine Auswahl und können Schachtelbruten, also mehrere Bruten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, durchführen. Für die Konstruktion haben wir die Bezeichnung "Niststation" gewählt, da es sich nicht um die bisher üblichen künstlichen Nistwände mit eingelassenen fertigen Brutröhren handelt. Vielmehr wird dem Vogel ein Lehmquader auf einem Holz- oder Steingrundgerüst angeboten, in das er seine Bruthöhle selber graben kann. Die Konstruktion ist marder- und rattensicher. Auch der Hochwasserschutz ist berücksichtigt.
Die Aufstellung erfolgt ausschließlich in eisvogelsicheren Gebieten. Hierzu sollen die Daten der laufenden Eisvogelzählungen des Bundesverbandes und die Beobachtungen der 200 NABU-Gruppen in Niedersachsen ausgewertet werden. Die Gruppen sprechen die genauen Standorte mit den Grundstückseigentümern, den Unterhaltungsverbänden und den Naturschutzbehörden ab.
Gruppen, die sich beteiligen möchten, erhalten eine finanzielle Förderung von 400 Euro pro Niststation für belegte Materialkosten. Außerdem können kostenlose Informationsmaterialien (Eisvogelbroschüre des Bundesverbandes, Faltblätter) für Veranstaltungen abgerufen werden. Im Rahmen einer eintägigen Eisvogeltagung am 11. April auf dem NABU Gut Sunder wird aktiven Ehrenamtlichen die Möglichkeit zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch gegeben.
Die projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit hat das Ziel, auf die Gefährdung des Lebensraums "naturnahes Flussufer" aufmerksam zu machen. Hierzu wird ein Faltblatt entwickelt, dass sich an Vertreter von Unterhaltungsverbänden, Teichbesitzer, Kanufahrer und weitere im Bereich der Gewässer aktive Gruppierungen richtet.
Projektleitung:
Jutta Over
NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/Grafschaft Bentheim
Haselünner Straße 15, 49716 Meppen,
Tel. 05931-4099630,
Mail: NABU.EL-NOH@t-online.de
Gruppen, die sich beteiligen möchten, erhalten eine finanzielle Förderung von 400 Euro pro Niststation für belegte Materialkosten. Außerdem können kostenlose Informationsmaterialien (Eisvogelbroschüre des Bundesverbandes, Faltblätter) für Veranstaltungen abgerufen werden. Im Rahmen einer eintägigen Eisvogeltagung am 11. April auf dem NABU Gut Sunder wird aktiven Ehrenamtlichen die Möglichkeit zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch gegeben.
Die projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit hat das Ziel, auf die Gefährdung des Lebensraums "naturnahes Flussufer" aufmerksam zu machen. Hierzu wird ein Faltblatt entwickelt, dass sich an Vertreter von Unterhaltungsverbänden, Teichbesitzer, Kanufahrer und weitere im Bereich der Gewässer aktive Gruppierungen richtet.
Projektleitung:
Jutta Over
NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/Grafschaft Bentheim
Haselünner Straße 15, 49716 Meppen,
Tel. 05931-4099630,
Mail: NABU.EL-NOH@t-online.de
Nachfolgend stehen verschiedene Dokumente zum Herunterladen zur Verfügung:
| Anmeldung Eisvogeltagung 02.04.2011 | |
| Programm Eisvogeltagung 02.04.2011 | |
| Antragsformular Eisvogelprojekt | |
| Bauanleitung Eisvogelniststation | |
| Bauanleitung Eisvogelnisthilfe Wedemark | |
