Invasion im Schildkrötenpanzer

Am 13. Juli 2016 veröffentlichte die Europäische Kommission 37 Tier- und Pflanzenarten, die als invasiv gelten und daher künftig bekämpft werden sollen.

 

Ab dem 3. August 2016 gilt ein Verbot von Haltung, Zucht, Transport, Einfuhr, Tausch und Freisetzung.

 

Das sorgt bei vielen Tierhaltern für Verunsicherung. In unserer Region betroffen sind vor allem Halter von Rot- und Gelbwangenschildkröten (Trachemys scripta). Diese stehen auf der EU-Liste, weil seltene Fisch- und Reptilienarten bedrohen, sich mit der europäischen Sumpfschildkröte paaren könnten und vielleicht sogar Krankheiten bei Wildtieren einschleppen.

 

Der NABU befürchtet nun, dass viele Halter ihre Tiere loswerden möchten. Zahlreiche Meldungen von gefundenen Schildkröten gingen bereits ein.

 

Doch die Vorgaben der EU sollten Tierhalter ganz entspannt sehen und vor allem nicht voreilig reagieren und ihre Tiere in Seen, Flüssen oder irgendwo in der Natur freilassen, rät Silas-Khalid Suntrup vom NABU Grafschaft Bentheim.

 

Man müsse in diesem Fall nur nachweisen können, dass man das Tier vor dem 3. 8. 2016 bereits besaß, dann gilt allerdings, dass man es bis zu seinem Tode behalten muss, also nicht veräußern oder verschenken darf. Zudem muss sichergestellt werden, dass das Gehege ausbruchsicher ist, denn Schildkröten können erstaunlich gut graben und klettern.

 

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