Endspurt für Hornissen und Wespen

Für dieses Wespennest war der Kasten zu klein. Foto: Willem Bronsema
Für dieses Wespennest war der Kasten zu klein. Foto: Willem Bronsema

Bald ist der Spuk vorbei - Hornissen- und Wespenvölker leben nur einen Sommer! Nur die Königin überlebt und überdauert den Winter an einem frostfreien Platz, z.B. in einem Stubbenhaufen im Wald. Im Frühjahr beginnt sie dann, an einer geeigneten Stelle ein neues Nest zu bauen und ein neues Volk zu gründen.

 

Hornissen und einige Wespenarten bauen kunstvolle Papiernester. Das Material stellen sie selbst her, aus Speichel und feinen Holzraspeln, die sie von Totholzstämmen, Holzlatten oder auch mal von unbehandelten Gartenmöbeln abraspeln. Oft sind daher Streifen verschiedenfarbiger Ausgangsmaterialien zu erkennen. Diese zarten Gebilde sind natürlich nicht ewig haltbar. Alte Nester vom Vorjahr werden daher nicht wieder besiedelt und dürfen ruhig entfernt werden, wenn sie verlassen wurden.

 

Übrigens sind die Wespenarten, die solche Papiernester bauen, relativ harmlos. Bei den agressiveren Tieren, die sich nicht vom Pflaumenkuchen oder von der Cola auf der Terrasse abhalten lassen, handelt sich in der Regel um Arten, die Erdnester bewohnen. Der NABU rät daher zu Gelassenheit im Umgang mit diesen Insekten. Zu den Nestern sollte man etwas Abstand halten und nicht direkt in der Einflugschneise Arbeiten verrichten. Bei kühleren Temperaturen, z.B. in den Morgenstunden, ist aber durchaus einmal ein Blick aus der Nähe erlaubt, um die feinen Nestkonstruktionen zu bewundern.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0