Windpark Georgsdorf - Gericht untersagt Baubeginn

Foto: Erhard Nerger
Foto: Erhard Nerger

Gegen den vor kurzem genehmigten Windpark Georgsdorf hat das Verwaltungsgericht Osnabrück einem Antrag des NABU stattgegeben. Mit dem Bau des Windparks darf nun erst einmal nicht begonnen werden.
 
Dezember letzten Jahres hatte der Landkreis Grafschaft Bentheim die Genehmigung zum Bau des Windparks Georgsdorf mit acht Windenergieanlagen erteilt, obwohl die Naturschutzverbände im Genehmigungsverfahren umfangreiche Bedenken vorgetragen hatten. Zugleich hatte der Landkreis mit der Anordnung der sofortigen Vollziehung einen Baubeginn erlaubt. Der NABU hat darum Anfang Januar Widerspruch gegen die Genehmigung eingelegt und beim Landkreis beantragt, den Baubeginn auszusetzen. Begründet hatte der NABU seinen Widerspruch u.a. mit einem erhöhten Tötungsrisiko für mehrere gefährdete Vogelarten und für Fledermäuse.
 
Da der Landkreis auf diesen Antrag nicht reagierte, stellte der NABU in den vergangenen Tagen einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Osnabrück, um den Baubeginn zu verhindern. Das Gericht hat entschieden,  dass mit dem Bau des Windparks vorerst nicht begonnen werden darf, bis über den Eilantrag des NABU entschieden ist. Begründet hat das Gericht dies mit Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Genehmigung.  Da bereits bei den Erschließungsmaßnahmen nur schwer regenerierbare Wallheckenbestände beseitigt werden würden, wurde schon der Baubeginn untersagt.
 
Für den NABU ist es nicht nachvollziehbar, dass die Planung des Windparks nicht aufgegeben wird. Das Gebiet verbindet die beiden EU-Vogelschutzgebiete "Georgsdorfer Moor" und "Dalum-Wietmarscher Moor",  Fachbehörden bestätigten die nationale Bedeutung  für nordischen Gänse und Schwäne. Der NABU wird deshalb weiter gegen diesen Windpark kämpfen. Bei weiteren zurzeit laufenden Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen, z.B. im nördlichen und südlichen Emsland, gibt es dagegen weniger Konflikte. Schließlich möchte auch der NABU die Energiewende und setzt sich für regenerative Energien ein.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0