Neubaugebiete für Schwalben und Menschen

Mehlschwalbennester werden an den Außenwänden angelegt. (Foto: Anita Hatlapa)
Mehlschwalbennester werden an den Außenwänden angelegt. (Foto: Anita Hatlapa)

In einigen Neubaugebieten im mittleren Emsland haben sich Schwalben angesiedelt – und werden von den Hausbesitzern toleriert. Der NABU zeichnete diese Häuser jetzt mit der Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ aus und schenkte den Bewohnern zusätzlich ein Mehlschwalben-Kunstnest.

 

Elisabeth Untiedt vom Baugebiet Esters Hof in Meppen, Iris Lake an der Krummen Wende in Dalum und Claudia Meyering aus dem Neubaugebiet in Borken erhielten diese Auszeichnung. Alle drei beherbergen Mehlschwalben als „Untermieter“ an der Giebelwand ihres Hauses, bei den Familien Meyering und Lake sind es sogar jeweils drei Nester an drei Giebelseiten des Hauses.

 

Bei den stark gefährdeten Mehlschwalben kommen Neuansiedlungen heutzutage nur noch selten vor und sind daher für die Region etwas Besonderes. Viele Naturfreunde möchten gern Schwalben als traditionelle Glücksbringer und Insektenfänger bei sich ansiedeln, aber es klappt nicht, trotz gutem Nistplatzangebot.  In Neubaugebieten könnte das Angebot an Baumaterial eine wichtige Rolle spielen: Während die Straßen noch nicht geteert und die Gärten noch nicht bepflanzt waren, erkannten die Mehlschwalben vielleicht schon aus der Luft an den spiegelnden Wasserpfützen, dass sich eine Neuansiedlung lohnt. Mehr zu unserem Schwalbenprojekt und viele Materialien zum Download gibt es hier!