Ein Nashorn im Kompost

Beim Umsetzen des Kompostes staunte unser NABU-Mitglied Gerhard Schaad nicht schlecht, als er einige große Engerlinge fand. Es handelte sich um die Larven des Nashornkäfers. Solche Beobachtungen wurden uns in diesem Jahr mehrfach berichtet. Der Nashornkäfer hat sich gut angepasst. Im Gegensatz zum Hirschkäfer, der auf alte Laubwälder angewiesen und daher vielerorts vom Aussterben bedroht ist, kommt der Nashornkäfer auch in menschlichen Siedlungen zurecht. Die Larven leben dort in Kompost- oder Rindenmulchhaufen. Sie gehören zu den wenigen Tieren, die Zellulose verdauen können, dank bestimmter Bakterien im Verdauungstrakt. Die Entwicklungszeit der Larve beträgt 3 – 5 Jahre. Daher sei es wichtig, die Larven dieser geschützten Käferart wieder an einen entsprechenden Platz zu bringen, damit sie sich irgendwann verpuppen können. Der imposante, schwarz gepanzerte Käfer, der dann aus den Kokons schlüpft, trägt ein Horn an der Oberseite des Kopfes, das beim Männchen lang und gebogen, beim Weibchen kurz ist.

 

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