Invasion der Mini-Frösche

Im Juni kann man in der Nähe von manchen Gewässern kaum den Fuß setzen, ohne auf ein Fröschchen zu treten. Dieses auch "Froschregen" genannte Phänomen kommt daher, dass die Fröschchen ziemlich zeitgleich ihre Entwicklung im Wasser abgeschlossen haben und an Land drängen: Die Kaulquappen haben nach und nach alle vier Beinchen bekommen, der Schwanz wurde zurückgebildet und endlich können sie das Geburtsgewässer verlassen und das Landleben beginnen. Sie wandern jetzt in verschiedene Richtungen und suchen sich für die Sommermonate gute Nahrungslebensräume, z.B. Gärten, Feldgehölze, Heckenlandschaften. Im Herbst geht es wieder auf Wanderschaft, denn dann müssen frostfreie Überwinterungsquartiere in Wäldern gesucht werden. Dort überdauern die Frösche in Baumstubben, Reisighaufen oder vergraben in tiefen Laubschichten. Und schließlich suchen die Tiere im Frühjahr bei Abendtemperaturen ab 7 Grad wieder ihr Geburtsgewässer zum Ablaichen auf. Sorge vor einer Froschinvasion braucht indes kein Gartenbesitzer zu haben, denn von 400 Fröschchen werden im Schnitt nur 4 Tiere geschlechtsreif. Die Übrigen fallen Fressfeinden zum Opfer, geraten in Kellerschächte oder unter Autoreifen oder überstehen den Winter nicht.