Moorwanderung durch die Esterweger Dose

Am 6.Juli wanderte eine kleine Gruppe von Naturfreunden durch die Esterweger Dose. Theo Lüken, Vorsitzender des NABU Emsland Nord, und Kalle Augustin führten die Truppe an. Das Naturschutzgebiet ist etwa 5.000 ha groß und bildet für Tiere und Pflanzen einen wunderbaren Lebensraum, den wir erforschen durften. Gerade jetzt im Juli konnten wir besonders viele Libellen beobachten. Zum Beispiel tummelten sich unglaublich viele Hufeisen-Azurjungfern auf den Grashalmen. Auch kleine Frösche, Falter und eine Menge an Käfern liefen uns über den Weg, obwohl der Vormittag Wettertechnisch bewölkt und windig war.

 

Zwischendurch erzählten Theo und Kalle uns etwas über besondere Tier-und Pflanzenarten, die speziell in der Esterweger Dose zu finden sind. Da wäre z.B. der fleischfressende Sonnentau. An den klebrigen Stielenden bleibt dann die Beute, wie z.B. kleine Falter, hängen und wird dann langsam durch zersetzende Stoffe von der Pflanze aufgenommen.

Außerdem lebt der vom Aussterben bedrohte Goldregenpfeifer in der Esterweger Dose. Wenn sie in diesem Naturschutzgebiet wandern gehen und ein „trüüüt“ hören, handelt es sich um dieses goldene Kerlchen. Der Nabu setzt sich auch für die Erhaltung des Goldregenpfeifers ein. Theo Lüken beteiligt sich auch an der Markierung der Vögel durch Fußringe. Zudem konnten wir Kraniche und einen Greifvogel durch das Fernglas beobachten. Von nahem, auch ganz ohne Fernglas, konnten wir eine besonders witzige Pflanze entdecken: Wollgras. Wenn es seine Blütezeit im April bis Juni erreicht, bietet es einen wunderschönen Anblick. 

Wunderschön ist auch die Glockenheide, die mit ihrer pinken Blüte Farbtupfer im Moor hinterlässt.

Sie zeigt, dass das Moor noch recht feucht ist. 

Es kann aber sein, dass das nicht mehr lange anhält. Denn leider sind die Moore in Gefahr. Nicht nur der Klimawandel, sondern auch der Torfabbau schädigen das Moor.

Manche Stellen wurden zu tief abgestochen und dadurch wird Wasser aus den umliegenden Flächen herausgezogen. Es trocknet aus. Schade, dass der Torfabbau noch bis 2036 genehmigt ist. Denn dieses Gebiet ist der Lebensraum vieler Lebewesen. Das Moor ist übrigens auch ein sehr wichtiger Kohlenstoffspeicher. Aus diesem und vielen anderen Gründen sollte das Moor geschützt werden und noch solange bestaunt werden, wie es geht.

 

Bestaunen konnten wir auch am Ende der Wanderung Befis Naturgarten in dem es duftenden Pfannkuchen mit Marmelade gab. 

Natürlich kann man auch auf eigener Faust das Moor entdecken gehen und vor allem die Geräusche der Natur genießen und dem Alltag entfliehen.

 

Es gibt auch weitere tolle Veranstaltung, schauen sie gerne mal hier nach.

 

Ein Beitrag von Marilyn-Luise Utke