Erster Bergmolch im Hasetal

In einen Wald bei Haselünne-Lotten hat unsere Reptilien- und Amphibien-AG einen ganz besonderen Fund gemacht – ein Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) wurde dort entdeckt! Auf die Spur dieses im Emsland seltenen Lurches kamen unsere Experten aufgrund des Hinweises eines Anwohners. Bergmolche sind eigentlich typische Bewohner der Mittelgebirge. Aber auch im Flachland finden sich einzelne verstreute Populationen. Im Emsland gibt es Nachweise im Eleonoren Wald bei Vrees und bei Salzbergen. Nach unserem Kenntnisstand ist der heutige Fund der erste im mittleren Emsland!

 

Molche gehören zu den Amphibien und haben wie Frösche und Kröten eine weiche Haut, die während der Überwinterung aber etwas fester und rauher ist. Im zeitigen Frühjahr nach der Wanderung zum Laichgewässer wird die Haut dann erneuert, es bildet sich eine weichere Wasserhaut, die stets feucht gehalten werden muss. Das Laichgewässer kann ein  Weihern sein, aber auch ein wassergefüllter Wurzeltrichter, eine Pfütze oder ein ruhiger Bachrand. Auch Gartenteiche besuchen Bergmolche gern, allerdings sollte es dort Versteckmöglichkeiten geben und Unterwasserpflanzen, an die die Tiere Ihren Laich heften können.

Aus den Eiern schlüpfen nach zwei bis vier Wochen die Larven und entwickeln sich innerhalb von drei Monaten zum fertigen Molch. Die kleinen Larven haben für das Leben unter Wasser büschelförmige Kiemen. Später bilden sich erst die winzigen Vorderbeinchen, dann die Hinterbeinchen aus. Wenn die Kiemen dann zurückgeblidet werden und die Tierchen an Land gehen, sehen sie wie winzige, weiche und fast durchsichtige Eidechsen aus.

 

Im Emsland kommen außerdem noch der Teichmolch und der Kammmolch vor.

 

Foto: Tobias Suntrup