Der miauende Mäusebussard

Elegant, geschickt und ein echter Mäuseliebhaber – aber nicht nur das hat er mit Katzen gemeinsam.

Der „Katzenadler“

An seinen „hijäh“-Rufen in der Fortpflanzungszeit, ist er gut zu erkennen. Seine Rufe ähneln dem Miauen einer Katze. Auch der Name Bussard hat etwas mit Katzen zutun: dieser geht aus dem Mittelhochdeutschen hervor, „Bus“ bedeutet Katze und „Aar“ Adler. Der Mäusebussard ist 50 Zentimeter groß, hat breite Flügel und einen kurzen Schwanz. Im Gegensatz zu seinen Verwandten hat sein Stoß (Schwanz) eine breite Endbinde mit bis zu zehn weiteren Querbänderungen. Der Rücken ist dunkelbraun und seine Burst ist mit hellen Flecken übersät. Jedoch variiert die Färbung des Gefieders bei jedem Mäusebussard.

 

Vorsicht, Angriff von oben!

Der elegante Jäger brütet in Feldgehölzen, Laub- und Mischwäldern, manchmal auch in der Nähe von Waldwegen. In der Brutzeit von Mai bis Juli kann es schon einmal vorkommen, dass die Elterntiere ungebetene Gäste, die ihrem Nest zu nah kommen, angreifen und vertreiben. Bei einem Angriff hilft nur ein Stock oder Regenschirm, den man sich über den Kopf hält. Denn der Katzenadler fliegt immer den höchsten Punkt an, um sein Revier zu verteidigen. Der Horst der Greifvögel, welcher bis zu 80 cm Durchmesser beträgt, besteht aus Laub, Ästen und Moos. Meist brütet das Weibchen zwei bis vier Eier aus, das kann bis zu 35 Tage dauern. Wenn die Nahrung knapp wird, brüten die Eltern nur ein Ei aus. Nach dem Schlüpfen verbringen die Jungen noch etwa 45 Tage im Nest.

 

Speiseplan 

Der Mäusebussard ernährt sich nicht nur von Feldmäusen, sondern jagt im offenen Gelände gelegentlich Vögel, Reptilien, Amphibien, Regenwürmer und große Insekten. Er sitzt häufig auf Bäumen, Zäunen oder Masten von Stromleitungen, von dort erspäht er seine Beute. Oft kann man ihn auch über Felder im Suchflug kreisen sehen. Er ist der häufigste bei uns zu beobachtende Greifvogel.

 

Von Afrika bis Skandinavien 

In Europa, Asien, Afrika ist der Mäusebussard anzutreffen. In kalten Gebieten, wie Skandinavien, wandern sie in Richtung Süden, wenn der Winter einbricht. Dort kommen diese Greifvögel nur als Zugvögel vor. In Deutschland bleiben sie als Standvögel das ganze Jahr über. Mäusebussarde gelten als ungefährdet, denn sie sind Meister darin, sich anzupassen. Auch wenn er der häufigste Greifvogel Deutschlands ist, machen ihm manche Jäger Schwierigkeiten.