Willkommen beim NABU Emsland/Grafschaft Bentheim

Wir haben für Sie geöffnet:

 

montags, 16 - 18 Uhr

dienstags, 10 - 12 Uhr

donnerstags, 9 - 17:30 Uhr

freitags, 9 - 13 Uhr

 

Während dieser Zeit haben Sie Gelegenheit, das Volksbegehren Artenvielfalt Niedersachsen zu unterzeichnen. Außerdem halten wir zahlreiche Informationen rund um den naturnahen Garten und den Artenschutz in der Region für Sie bereit. Auch unsere kleine Nistkastenausstellung lohnt sich. Kommen Sie vorbei! Um die Hygiene- und Abstandsregeln während der Corona-Krise einzuhalten, bitten wir Sie, sich beim Eintreten die Hände zu desinfizieren und stets einen Abstand von 1,50 m zu jeder anderen Person einzuhalten. Vielen Dank!

 

Auf diesen Seiten erfahren Sie, was der NABU in der Region für Mensch und Natur auf den Weg bringt. Sie können sich über den Service der Regionalgeschäftsstelle informieren und lernen die 5 Gruppen kennen, die ehrenamtlich aktiv sind. Wir stellen Ihnen unsere Projekte vor und nennen Ihnen wichtige Ansprechpartner. Außerdem laden wir Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen ein, berichten über spannende Naturerlebnisse und geben Ihnen Beobachtungstipps. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Mail, wenn wir etwas für Sie tun können! Und nun viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten!

Ihre Stimme für die Natur

Das niedersachsenweite Volksbegehren Artenvielfalt nimmt auch im Emsland und in der Grafschaft Fahrt auf. Ehrenamtliche vom NABU, von Bündnis 90/DIE GRÜNEN sowie von den Bündnispartnern sind mit den Unterschriftenlisten unterwegs. Auch Infostände zum Thema werden organisiert. Am Samstag, 26. Juni, gibt es einen ersten Stand auf dem Meppener Wochenmarkt. Hier können Interessierte sich infomieren und ihre Unterschrift leisten.

 

Was wir erreichen möchten:

 

Mehr Vielfalt in der Landschaft

Mehr Hecken, Blühflächen, Grasstreifen am Wegrand, Feldgehölze und andere wertvolle Biotope.

Für Gewässerrandstreifen:  Mindestens fünf Meter entlang der Gewässer darf nicht gedüngt und nicht gespritzt werden.

 

Weniger Pestizide, mehr Ökolandbau

Gift verbieten: Kein Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide in Schutzgebieten.

Ökologischen Landbau und nachhaltige Bewirtschaftung fördern.

 

Artenreiche Wiesen

Wiesen und Weiden als artenreichen Lebensraum erhalten.

Wiesenvögel schützen durch schonende Nutzung ihrer Brutgebiete.

 

Naturnaher Wald: Mehr Wildnis wagen

Vorrang für Natur- und Klimaschutz in den landeseigenen Wäldern.

Alt- und Totholz sind wichtige Rückzugsräume für Käfer, Pilze und Spechte: Mehr naturnahen Wald wagen!

 

Und das sind einige der Bündnispartner in der Region:

 

Arbeitskreis Global denken - lokal handeln, Papenburg, Arendshof Emlichheim, Befis Natur-garten , BI gegen industrielle Massentierhaltung, Papenburg , Bibelgarten Twist, Bioladen, Kornblume, Lingen, BUND Kreisgruppe Emsland, IG Gesundes Leben, Rastdorf, Imkerver-ein Nordhorn e.V., Imme Bourtanger Moor, Haren, Klimagruppe Emsland, Naturfreunde Nordhorn u. Umgebung Osnabrück e.V., Sportanglerverein Haren, Stadtpastoral Lingen, Tauchclub Hydra, Lingen, VCD Emsland, Wassersportverein Meppen, Weinberginitiative Bad Bentheim, Weltladen Lingen

 

 

Juni ist Rosenzeit

An Wegrändern und auf Viehweiden blühen jetzt die Hundsrosen, auch Heckenrosen  genannt (Rosa canina). Diese Wildrosen kommen gut mit mageren, trockenen Böden zurecht. Als Spreizklimmer klettern sie mit ihren stachelbewehrten Ästen auch in höhere Bäume, z. B. in Huteeichen. Die Hundsrose ist die Mutter unserer Edelrosen. Wer in seinem Garten etwas für Bienen tun möchte, pflanzt solche ungefüllten Wildrosen, bei denen viele Staubgefäße im Innern der Blüte zu sehen sind, die Pollen spenden. Die meisten Edelrosen haben gefüllte Blüten, was bedeutet, dass die Staubgefäße zu Blütenblättern umgewandelt wurden. Für das menschliche Auge sieht das schön aus, aber die Bienen werden in die Irre geleitet. Sie fliegen die leuchtenden Blüten an, finden dort aber keine Nahrung. Daher sollte man nicht zu viele solcher Rosen auf einem Beet haben und unbedingt Bienenpflanzen dazwischen setzen (z.B. Lavendel).

 

Eine passende Wildrosenart für Gärten mit etwas feuchteren Böden ist die Hechtrose (Rosa glauca). Sie hat schöne zweifarbige Blüten, blaugrünes Laub und elegante, längliche, dunkelrote Hagebutten, die im Winter gern von Grünlingen gefressen werden. Auch Ramblerrosen eignen sich gut für Naturgärten, da sie besonders hoch in die Zweige von Bäumen klettern können und dort sehr üppig blühen.  Englische Landschaftsgärtner lassen gern abgestorbene Obstbäume oder Mauerteile von solchen Kletterrosen überwuchern.

 

Text und Fotos: Jutta Over

Austernfischer werden flügge

Auf dem Dach des Kauflandgebäudes in Meppen sind drei Austernfischerküken herangewachsen. Birgit Baumann, die die Vögel aus den Büros der Emsländischen Landschaft und des Emsländischen Heimatbunds aus gut beobachten kann, schickte uns Fotos und berichtet aus der Kinderstube der Vögel. 

 

Ende April sind drei Küken geschlüpft, alle haben die  Wärme und Trockenheit der letzten Wochen gut überstanden. Sicher auch deswegen, weil die Mitarbeiterinnen der Emsländischen Landschaft gelegentlich mit Mehlwürmern und einer flachen Wasserschale nachgeholfen haben. Dabei mussten sie sehr vorsichtig vorgehen. Bereits aus 20 Metern Entfernung  reagierten die Altvögel mit Warnrufen und Versuchen, die vermeintlichen Nesträuber vom Nest wegzulocken. Zum Glück hat sich die Austernfischerfamilie durch Störungen nicht vertreiben lassen, denn auch  technische Arbeiten des Hausmeisters und eine Düngung der Dachvegetation standen an.


Frau Baumann hatte am  Dachzugang vom Treppenhaus einen Aushang angebracht, um auf die Dachbewohner aufmerksam zu machen. Die meisten Menschen, die dort Arbeiten zu verrichten hatten, waren umsichtig.

Im letzten Jahr hatten die Vögel weniger Glück. Von vier Küken wurde nur eines flügge. Aber Uwe, Knut und Kunibert, wie eine Beobachterin den diesjährigen Nachwuchs taufte, sind putzmunter, machen erste Flügelübungen und gönnen sich gegenseitig keinen Leckerbissen. Falls es sich tatsächlich um die Familie handelt, die bisher auf dem Kreiswehrersatzamt brütete, haben sie ein schönes neues Zuhause gefunden.

 

Fotos: Birgit Baumann