Willkommen beim NABU Emsland/Grafschaft Bentheim

Auf diesen Seiten erfahren Sie, was der NABU in der Region für Mensch und Natur auf den Weg bringt. Sie können sich über den Service der Regionalgeschäftsstelle informieren und lernen die 5 Gruppen kennen, die ehrenamtlich aktiv sind. Wir stellen Ihnen unsere Projekte vor und nennen Ihnen wichtige Ansprechpartner. Außerdem laden wir Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen ein, berichten über spannende Naturerlebnisse und geben Ihnen Beobachtungstipps.

 

Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Mail, wenn wir etwas für Sie tun können!

 

Und nun viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten!

Corona: Keine Gefahr durch heimische Fledermäuse!

Der Naturschutzbund (NABU) weist darauf hin, dass es weltweit über 1.400 Fledermausarten gibt und die 25 in Deutschland heimischen Arten kein Reservoir für Corona-Viren darstellen. Es besteht daher keine Ansteckungsgefahr für Menschen, wenn die Fledertiere ihre Sommerquartiere in Häusern beziehen. Die Herkunft des aktuellen Corona-Virus (SARS-CoV-2), mit dem sich zuerst Personen auf einem Wildtiermarkt in China infiziert hatten, ist noch nicht abschließend geklärt, es ist aber falsch, allgemein „Fledermäuse“ als Übertragungswirt auf den Menschen zu nennen.

 

Wenn jetzt die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, kehren unsere heimischen Fledermäuse aus ihren Winterquartieren in Höhlen, Stollen und Kellern zurück und beziehen ihre Sommerquartiere in Baumhöhlen oder Dachstühlen und Gebäudespalten. Beim NABU meldeten sich bereits besorgte und verunsicherte Hausbesitzer, die eine Übertragung des Corona-Virus durch Fledermäuse befürchteten. „Es besteht keine Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus, wenn Fledermäuse ein Haus als Quartier mitbenutzen,“ versichert unsere Mitarbeiterin Katja Hübner. „Unsere 25 heimischen Fledermausarten sind andere Arten als die in China vorkommenden Fledertiere,“ erklärt die Naturschützerin. „Noch kein einziger der beschriebenen Corona-Viren und auch SARS-CoV-2 konnten bei unseren heimischen Arten nachgewiesen werden.“ Der NABU appelliert deshalb an alle Hausbesitzer, die faszinierenden, gefährdeten und streng geschützten Arten weiter in ihr Haus zu lassen.

 

Ziehen Fledermäuse auf den Dachboden oder in ein Spaltenquartier am Haus, kommt es in der Regel zu keinem direkten Kontakt zwischen Mensch und Tier. Sollte aber doch einmal eine verletzte oder geschwächte Fledermaus gefunden werden, sind beim Umgang immer generelle Schutzmaßnahmen (insbesondere das Tragen von Handschuhen) erforderlich - schon deshalb, weil die verängstigten Tiere beißen können. Die Tiere sollten dann schnellstmöglich an einen Fledermausspezialisten übergeben werden, da für die artgerechte Versorgung Spezialkenntnisse erforderlich sind. Im Emsland nimmt Karin Schaad (Tel. 05931-17519 oder 0151-15902708) solche Tiere in Pflege und steht für Beratungen von Hausbesitzern zur Verfügung.

 

Foto: Zwergfledermaus (Sabine Fuchs)

Mitgliederversammlung abgesagt

Aufgrund der aktuellen Situation und der Empfehlungen der Bundesregierung fällt die Jahreshauptversammlung des NABU Emsland Mitte, die für den 17. März 2020 im Kolpinghaus Meppen geplant war, aus. Auch der Vortrag über den Fischotter entfällt.

Das NABU - Regionalbüro bleibt vorerst für den Besucherverkehr geschlossen, Infostunden und Klönnachmittage entfallen bis auf Weiteres.

Der NABU möchte durch diese Maßnahme Mitarbeiter und Besucher schützen und die nationale Strategie zur Verlangsamung der Ausbreitung der Corona-Epidemie aktiv stützen. Nur wenn es gelingt, die Ausbreitung des Virus so zu verzögern, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, können schwere Krankheitsfälle rechtzeitig mit Intensivmedizin versorgt werden.

 

Wir bitten unsere Mitglieder und alle Naturfreunde und -freundinnen um Verständnis für diese Maßnahme und wünschen gute Abwehrkräfte!

 

 

Der Haussperling führt die Rangliste an

Hohe Beteiligungen an der Vogelzählaktion im Emsland und der Grafschaft Bentheim

 

Auch in diesem Jahr haben Vogelfreunde wieder fleißig die Vögel in ihren Gärten gezählt. Deutschlandweit erreichte die Beteiligung sogar Rekordwerte. Insgesamt 3,6 Millionen Vögel wurden von mehr als 143.000 Menschen gezählt.

 

Auch im Emsland und der Grafschaft Bentheim nahmen viele Naturfreunde an der Aktion teil. Im Emsland konnten sogar ebenfalls Rekordzahlen erreicht werden. Hier zählten 542 Vogelfreunde 15.794 Vögel. Das sind über 3.000 Vögel mehr als im letzten Jahr.

Angeführt wird die Rangliste hier von den Haussperlingen, gefolgt von der Kohlmeise, der Blaumeise, der Amsel und der Ringeltaube.

 

In der Grafschaft Bentheim sichteten 239 Vogelfreunde insgesamt 6203 Vögel. Auch hier belegt der Haussperling den ersten Platz und wird ebenfalls von der Kohlmeise, der Blaumeise und der Amsel verfolgt. Den fünften Platz belegt hier der Buchfink.

 

Die genauen Ergebnisse aus ganz Deutschland von diesem und den letzten Jahren könnt ihr hier einsehen.

 

 

Foto: Feldsperling (Armin Siemering)

Text: Jennifer Reisloh