Willkommen beim NABU Emsland/Grafschaft Bentheim

Wir haben für Sie geöffnet:

 

montags, 16 - 18 Uhr

dienstags, 10 - 12 Uhr

donnerstags, 9 - 17:30 Uhr

freitags, 9 - 13 Uhr

 

Während dieser Zeit halten wir zahlreiche Informationen rund um den naturnahen Garten und den Artenschutz in der Region für Sie bereit. Auch unsere kleine Nistkastenausstellung lohnt sich. Kommen Sie vorbei! Um die Hygiene- und Abstandsregeln während der Corona-Krise einzuhalten, bitten wir Sie, sich beim Eintreten einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen, die Hände zu desinfizieren und stets einen Abstand von 1,50 m zu jeder anderen Person einzuhalten. Vielen Dank!

 

Auf diesen Seiten erfahren Sie, was der NABU in der Region für Mensch und Natur auf den Weg bringt. Sie können sich über den Service der Regionalgeschäftsstelle informieren und lernen die 5 Gruppen kennen, die ehrenamtlich aktiv sind. Wir stellen Ihnen unsere Projekte vor und nennen Ihnen wichtige Ansprechpartner. Außerdem laden wir Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen ein, berichten über spannende Naturerlebnisse und geben Ihnen Beobachtungstipps. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Mail, wenn wir etwas für Sie tun können! Und nun viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten!


NABU Grafschaft Bentheim unterstützt den Tierpark Nordhorn mit selbst gemachten Fotokalendern

 

Die NABU-Naturfotografen haben dieses Jahr einen eigenen Kalender herausgebracht, dieser ist ab sofort im Zoo-Shop erhältlich. Die Einnahmen verbleiben in voller Höhe beim Tierpark. Hiermit möchte sich die NABU Kreisgruppe Grafschaft Bentheim für die seit vielen Jahren währende gute Zusammenarbeit bedanken.

 

 

Der Tierpark ist zur Zeit geschlossen und kann nicht besucht werden. 

Der Zoo-Shop ist jedoch täglich in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Die Kalender sind gegen eine Spende in Höhe von zehn Euro im Eingangsbereich des Zoo-Shops erhältlich.


Volksbegehren endet mit großem Erfolg – NABU dankt allen Mitwirkenden

Emsland / Grafschaft Bentheim. Nachdem das niedersächsische Parlament am Dienstag viele Eckpunkte für einen besseren Artenschutz gesetzlich verankert hat, verzichten die Initiator*innen des Volksbegehrens auf dessen Fortführung. Der NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim begrüßt diese Entwicklung und bedankt sich bei allen Unterstützern des Volksbegehrens.

Bis zum 1. November haben im Landkreis Emsland 3686 und in der Grafschaft Bentheim 2333 Wähler das Volksbegehren unterschrieben. Dafür bedanken wir uns ausdrücklich bei jedem Einzelnen und besonders bei den Bündnispartnern. Viele haben viel Zeit und Mühe darauf verwandt, weitere Unterschriften an Ständen, bei Freunden, Verwandten und Nachbarn zu sammeln! Landesweit haben wir 138.118 gültige Unterschriften erreicht. Dies zeigt, wie wichtig den Menschen das Thema Artenschutz ist – und dass man mit politischem Druck viel erreichen kann“, sagt Hanna Clara Wiegmann, Geschäftsführerin des NABU-Regionalverbandes.

Nur durch den Druck des Volksbegehrens seien alle an einen Tisch gekommen. Auch wenn nicht zu 100 Prozent die Ziele des Volksbegehrens erreicht wurden, so seien die jetzt beschlossenen Änderungen im Naturschutz-, Wald- und Wassergesetz eine deutliche Verbesserung für die Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen.

 

Klar ist aber auch, dass das Insekten- und Artensterben mit den jetzigen Beschlüssen nicht vollständig gestoppt ist. Wir werden uns weiter für besseren Natur- und Artenschutz einsetzen!“, sagt Wiegmann.


Wählen Sie den „Vogel des Jahres 2021“!

Zum 50-jährigen Aktions-Jubiläum wird die Wahl zum Vogel des Jahres erstmals öffentlich durchgeführt! Vom 9. Oktober bis zum 15. Dezember findet die Vorwahl statt. 307 Vögel können für die Wahl 2021 nominiert werden.

Ab sofort kann jede*r unter www.vogeldesjahres.de den eigenen Lieblingsvogel nominieren. Stimmen Sie jetzt ab. 


Jetzt an den Igel denken!

Noch ist es mild und die Igel finden genug Schnecken, Käfer und Asseln in den Gärten. Aber wir können schon Vorsorge für unsere Gartenbewohner treffen. Die ersten Blätter fallen bereits und in manchen Gärten werden Stauden und Gehölze zurückgeschnitten. Aus dem Material lässt sich ganz einfach ein Igel-Unterschlupf errichten. Das können auch Kinder schon! Marilyn Utke und ihr Video-Team zeigen, wie es geht.


Langjährige Geschäftsführerin verabschiedet

 In einer Feierstunde haben wir unsere langjährige Geschäftsführerin Jutta Over verabschiedet und ihr für ihre zukünftige freiberufliche Tätigkeit alles Gute gewünscht.

 

In seiner Abschiedsrede erinnerte der Vorsitzende des Regionalverbandes, Dr. Erhard Nerger an das vielfältige Engagement, das Over in den vergangenen Jahren für den NABU gezeigt hat. So gründete sie im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit 1992 eine Kindergruppe und war von 1998 bis 2002 Vorsitzende des NABU Emsland Mitte. 2002 wurde sie als hauptamtlich tätige Geschäftsführerin in der neu gegründeten Regionalgeschäftsstelle angestellt. Seitdem realisierte sie viele, zum Teil landesweite Naturschutzprojekte. Beispielsweise das Projekt „Natur auf einen Schritt“, bei dem Senioren in Wohnheimen die Natur in gut zugänglichen Schaugärten in erreichbare Nähe gerückt wurde. Andere Projekte dienten dem Erhalt der Moore und dem Schutz von Schwalben und Eisvögeln. Auch der NABU-Landesvorsitzende, Dr. Holger Buschmann, würdigte die engagierte Arbeit der Biologin und wies daraufhin, dass die hiesige Regionalgeschäftsstelle Modell gewesen sei für die vielen, seither gegründeten Regionalgeschäftsstellen des NABU. Des Weiteren dankten Vertreter aller fünf Ortsgruppen Over und erinnerten an gemeinsame gelungene Veranstaltungen und Errungenschaften. Alle bedauerten die Entscheidung Overs, den Regionalverband zu verlassen, bekundeten aber Verständnis für ihre Entscheidung, zukünftig im Rahmen freiberuflicher Tätigkeit ihre Begeisterung für die Natur anderen Menschen zu vermitteln, und wünschten ihr weiterhin alles Gute.

 

Jutta Over dankte für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren und wies darauf hin, dass die gute Entwicklung der Regionalgeschäftsstelle und der Mitgliederzahlen in dieser Region nur mit Unterstützung der Ehrenamtlichen möglich gewesen sei. Dem NABU werde sie selbstverständlich verbunden bleiben.

 

Foto: Katja Hübner

Der miauende Mäusebussard

Elegant, geschickt und ein echter Mäuseliebhaber – aber nicht nur das hat er mit Katzen gemeinsam.

Der „Katzenadler“

An seinen „hijäh“-Rufen in der Fortpflanzungszeit, ist er gut zu erkennen. Seine Rufe ähneln dem Miauen einer Katze. Auch der Name Bussard hat etwas mit Katzen zutun: dieser geht aus dem Mittelhochdeutschen hervor, „Bus“ bedeutet Katze und „Aar“ Adler. Der Mäusebussard ist 50 Zentimeter groß, hat breite Flügel und einen kurzen Schwanz. Im Gegensatz zu seinen Verwandten hat sein Stoß (Schwanz) eine breite Endbinde mit bis zu zehn weiteren Querbänderungen. Der Rücken ist dunkelbraun und seine Burst ist mit hellen Flecken übersät. Jedoch variiert die Färbung des Gefieders bei jedem Mäusebussard.

 

Vorsicht, Angriff von oben!

Der elegante Jäger brütet in Feldgehölzen, Laub- und Mischwäldern, manchmal auch in der Nähe von Waldwegen. In der Brutzeit von Mai bis Juli kann es schon einmal vorkommen, dass die Elterntiere ungebetene Gäste, die ihrem Nest zu nah kommen, angreifen und vertreiben. Bei einem Angriff hilft nur ein Stock oder Regenschirm, den man sich über den Kopf hält. Denn der Katzenadler fliegt immer den höchsten Punkt an, um sein Revier zu verteidigen. Der Horst der Greifvögel, welcher bis zu 80 cm Durchmesser beträgt, besteht aus Laub, Ästen und Moos. Meist brütet das Weibchen zwei bis vier Eier aus, das kann bis zu 35 Tage dauern. Wenn die Nahrung knapp wird, brüten die Eltern nur ein Ei aus. Nach dem Schlüpfen verbringen die Jungen noch etwa 45 Tage im Nest.

 

Speiseplan 

Der Mäusebussard ernährt sich nicht nur von Feldmäusen, sondern jagt im offenen Gelände gelegentlich Vögel, Reptilien, Amphibien, Regenwürmer und große Insekten. Er sitzt häufig auf Bäumen, Zäunen oder Masten von Stromleitungen, von dort erspäht er seine Beute. Oft kann man ihn auch über Felder im Suchflug kreisen sehen. Er ist der häufigste bei uns zu beobachtende Greifvogel.

 

Von Afrika bis Skandinavien 

In Europa, Asien, Afrika ist der Mäusebussard anzutreffen. In kalten Gebieten, wie Skandinavien, wandern sie in Richtung Süden, wenn der Winter einbricht. Dort kommen diese Greifvögel nur als Zugvögel vor. In Deutschland bleiben sie als Standvögel das ganze Jahr über. Mäusebussarde gelten als ungefährdet, denn sie sind Meister darin, sich anzupassen. Auch wenn er der häufigste Greifvogel Deutschlands ist, machen ihm manche Jäger Schwierigkeiten. 

Welcher Greifvogel ist das?

Gerade jetzt im Herbst und Winter zieht so manch ein Greifvogel über die abgeernteten Felder. Elegant und mächtig sehen sie aus. Wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb sie gern als Wappensymbol genommen wurden. Mit ihren fast überirdischen Sinneswahrnehmungen üben sie auf uns Menschen eine große Faszination aus. Der Mäusebussard etwa hat achtmal so viele Sehzellen pro Quadratmillimeter wie du und ich. Im Jahre 500 n. Chr. machte man sich diese Eigenschaft bereits zu Nutze, die Beizjagd entstand, also die Falknerei, bei der Mensch und Greifvogel zusammenarbeiten. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen jedoch Hunde und Schusswaffen in Mode und lösten die Greifvögel ab. Die Falknerei ist sogar als UNESO Kulturerbe anerkannt.

 

Jede Art ist einmalig, gerade in Bezug auf ihre Jagdmethoden. Da gibt es Grifftöter und Bisstöter. Andere wiederum jagen ihr Beute im Suchflug und Sturzflug. Weniger bekannt ist die Ansitzjagd und der Rüttelflug. Nun leider sind in der heutigen Zeit die Greifvögel nicht nur Jäger, sondern auch Gejagte. Immer wieder werden diese wundervollen Tiere illegal verfolgt, obwohl sie streng geschützt sind. Dabei gehören sie als Tertiärkonsumenten zum Ökosystem dazu und spielen eine wichtige Rolle. 

Damit auch Sie immer Bescheid wissen, welchen Greifvogel sie hier im schönen Emsland beobachten, erscheint auf unserer Website in den nächsten Wochen eine ganze Serie über diese beeindruckenden Tiere. Darum, schärfen Sie ihren Blick! 

 

Ein Beitrag von Marilyn-Luise Utke 

 

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Habicht 

Erkennungsmerkmale: breite abgerundete Flügel und langer abgerundeter Schwanz mit dunklen Binden. 

Rufe: "gigigig" und "kjäh" am Horst 

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