Welcher Greifvogel ist das?

Gerade jetzt im Herbst und Winter zieht so manch ein Greifvogel über die abgeernteten Felder. Elegant und mächtig sehen sie aus. Wahrscheinlich ist das der Grund, weshalb sie gern als Wappensymbol genommen wurden. Mit ihren fast überirdischen Sinneswahrnehmungen üben sie auf uns Menschen eine große Faszination aus. Der Mäusebussard etwa hat achtmal so viele Sehzellen pro Quadratmillimeter wie du und ich. Im Jahre 500 n. Chr. machte man sich diese Eigenschaft bereits zu Nutze, die Beizjagd entstand, also die Falknerei, bei der Mensch und Greifvogel zusammenarbeiten. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen jedoch Hunde und Schusswaffen in Mode und lösten die Greifvögel ab. Die Falknerei ist sogar als UNESO Kulturerbe anerkannt.

 

Jede Art ist einmalig, gerade in Bezug auf ihre Jagdmethoden. Da gibt es Grifftöter und Bisstöter. Andere wiederum jagen ihr Beute im Suchflug und Sturzflug. Weniger bekannt ist die Ansitzjagd und der Rüttelflug. Nun leider sind in der heutigen Zeit die Greifvögel nicht nur Jäger, sondern auch Gejagte. Immer wieder werden diese wundervollen Tiere illegal verfolgt, obwohl sie streng geschützt sind. Dabei gehören sie als Tertiärkonsumenten zum Ökosystem dazu und spielen eine wichtige Rolle. 

Damit auch Sie immer Bescheid wissen, welchen Greifvogel sie hier im schönen Emsland beobachten, erscheint auf unserer Website in den nächsten Wochen eine ganze Serie über diese beeindruckenden Tiere. Darum, schärfen Sie ihren Blick! 

 

Ein Beitrag von Marilyn-Luise Utke